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Lützelflüh - hier steht unser Probenlokal.

Die Lage

 

Das Dorf Lützelflüh liegt mitten im Herzen des Emmentals, an der Emme zwischen Langnau und Burgdorf.

Lützelflüh: Kirche, Pfarrhaus, Pfrundscheune und Gemeindehaus.

 

 

Das Dorf ist durch den Fluss entzweigeschnitten. Am rechten Ufer befindet sich der ältere Dorfteil, das Oberdorf, am linken Ufer der neuere Teil, das so genannte Unterdorf. Die Höhe über Meer beträgt 585 Meter.

Markante Daten aus der Geschichte von Lützelflüh

 

1130: Aus dieser Zeit stammen die ersten geschichtlichen Spuren von den Freiherren von Lützelflüh. Lützelflüh ist um diese Zeit Zentrum der Freiherrschaft. Die Freiherrschaft erstreckt sich über das ganze Emmental.

 

Ca. 1230, also rund 100 Jahre später, hört man erstmals von den Freiherren von Brandis. Die Herrschaft wird von den Freiherren von Lützelflüh geerbt.

 

Um 1125 wird in Lützelflüh eine romanische Kirche erbaut, welche bis 1505 drei Erweiterungen (Vergrösserungen) erfährt.

Am Portal der heutigen Kirche ist die Jahreszahl 1505 eingemeisselt, also kurz vor der Reformation (damals nicht mehr die Freiherren von Lützelflüh).

 

Ab 1455 sind bernische Adelsgeschlechter auf dem Schloss Brandis. Das Schloss wird von den Freiherren Brandis verkauft - sie verziehen sich in die Ostschweiz.

Einige der bernischeN Adelsgeschlechter: von Scharnachtal, die Herren von Diessbach, die Herren von Mühlenen, etc. (Bern. Vögte auf Schloss Brandis).

Insgesamt regierten 34 Landvögte auf Schloss Brandis.

 

1607 kommt die Herrschaft Brandis an die Stadt Bern (die gnädigen Herren von Bern). Von jetzt an ist Brandis Landvogtei und wird von bernischen Vögten regiert. Der letzte Vogt hiess Franz Ludwig May.

 

1798: Am 14. April, an einem schönen Frühlingstag, verbrennt das Schloss Brandis. Dies ist gleichzeitig das Ende der Landvogtei Brandis.

Lützelflüh kommt zum Amt Trachselwald.

Die Einwohnergemeinde Lützelflüh entsteht.

 

Die Kirche

 

Die erste Kirche wird anfangs des 12. Jahrhunderts erbaut. Die im Jahre 1505 fertig erstellte heutige Kirche erhält 1886 einen neuen Turm. Die erste Orgel stammt aus den Jahren 1784/85.

 

Während des deutsch-französischen Krieges ergibt sich die Borubaki-Armee und desertiert in die Schweiz. Vielen dieser Internierten dient die Kirche im Februar 1871 als Unterkunft: Die Kirche wird geheizt und ein Strohlager eingerichtet. Die Einquartierung dauert mehrere Wochen.

Auf der Südseite der Kirche befindet sich noch heute ein Grabstein für drei Bourbakis, die während ihrem Aufenthalt in Lützelflüh gestorben sind.

 

Im Jahre 1962 findet eine grosse Renovation der Kirche statt. Zu den Gebäulichkeiten der Kirchgemeinde gehören nebst dem Pfarrhaus ein Speicher (Gotthelf-Museum), die Pfrundscheune (Kirchgemeindehaus), ein Wasch- und Ofenhaus (Archiv) und ein Friedhofgebäude.

 

(Fotos Lützelflüh: Gerhard Schütz)

 

 

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