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Royal
Garden Blues |
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Komposition:
Spencer Williams u.
Clarence Williams (1919)
Der "Royal Garden Blues" ist ein
schnelles Dixieland-Stück - gelegentlich wird die Nummer auch im modernen Jazz
gespielt. Er trägt den Titel nach dem 'Royal Garden Café' in Chicago, in dem
unter andern Bill Johnsons Original Creole Band, Freddie Keppard und Jimmy Noone
sowie später King Oliver und seine Band spielten.
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Clarence
und Spencer Williams: Die beiden Komponisten des Royal Garden Blues sind
- trotz des gleichen Namens - nicht miteinander verwandt. |
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Spencer Williams (1889 - 1965) wurde in New
Orleans geboren und war Pianist und Komponist. Nach dem Tod seiner Mutter wurde
er von seiner Patin, der berühmten Besitzerin der Mahogany Hall, Miss Lulu
White, erzogen.
Williams begleitet bereits 1925 Josephine Baker
auf ihrer ersten Europatournee. Er ist der Komponist unzähliger berühmter
Jazztitel - von ihm stammen zum Beispiel "Basin Street Blues", "Royal Garden
Blues", "I've found a New Baby", "Everybody Loves my Baby",
"Tishomongo Blues" und
viele andere.
Clarence Williams
(1898 - 1965), der mit
Spencer Williams nicht verwandt ist, kam 1906 nach New Orleans, war Pianist,
Bandleader und Komponist und Musikverleger. 1921 - 1933 arbeitete er
vorübergehend als Aufnahmeleiter bei Okeh in, einer für den alten Jazz
wichtigen Schallplattenfirma aus New York. Mit seiner Band begleitete er viele
bekannte Sängerinnen, etwa Victoria Spivey, Alberta
Hunter, Mamie Smith und
Betty Smith.
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"Clarence
war kein besonders guter Pianist. Er war in einer dieser Kaschemmen und konnte nur nach dem Gehör
spielen. Wenn dann ein Besoffener kam und ein Lied
wünschte, das Clarence nicht kannte, sagte er: 'Komm morgen wieder!'
Am nächsten
Tag ging er in ein Warenhaus, stellte sich vor den Notenstand, zog ein
Blatt raus und liess sich das Stück vom Pianisten des Geschäftes
vorspielen: Er hörte es einmal, und dann kannte er es. Wenn am
Abend der Gast kam, spielte Clarence ihm den Song vor - und
kriegte einen Vierteldollar als Trinkgeld."
Frank Walker,
zitiert nach 'Jazz erzählt: Von New Orleans bis West Coast' von Nat
Shapiro und Nat Hentoff

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